Gute wissenschaftliche Praxis an der TU Dresden

Zur guten wissenschaftlichen Praxis gehören Grundprinzipien wie, nach den anerkannten Regeln der Disziplin(lege artis) zu arbeiten, die Resultate nachvollziehbar, nachprüfbar und vollständig zu dokumentieren, alle Ergebnisse konsequent anzuzweifeln, die strikte Ehrlichkeit im Hinblick auf die Beiträge Anderer zu wahren sowie ethische Standards bei der Durchführung von Erhebungen und Studien einzuhalten. Wissenschaftliches Fehlverhalten liegt dann vor, wenn zum Beispiel Daten gefälscht werden, geistiges Eigentum verletzt oder die Forschungstätigkeit anderer sabotiert wird.

Alle Mitglieder und alle Angehörigen der TU Dresden sind verpflichtet, die Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis zur Grundlage ihres wissenschaftlichen Arbeitens zu machen und in ihrem Wirkungsbereich aktiv zur Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens beizutragen. Jedem begründeten Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten innerhalb der TU Dresden wird mit größter Aufmerksamkeit und unter Wahrung der Rechte der Beteiligten nachgegangen. Bei bestätigtem Verdacht werden die für den Einzelfall angemessenen Maßnahmen ergriffen.

Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Die Technische Universität Desden hat Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, zur Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens und für den Umgang mit Verstößen erlassen, die für alle an der Universität wissenschaftlich Tätigen, den wissenschaftlichen Nachwuchs und alle Studierenden verpflichtend sind.

Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Die Betreuungsvereinbarung soll dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Promotionen an der TU Dresden zu optimieren. Damit lassen sich die hohen Standards der akademischen Ausbildung an der TU Dresden gewährleisten. Ziel dieser Vereinbarung ist es, die besonderen Rechte und Pflichten in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen der Promovierenden/dem Promovierenden und dem Betreuungsteam zu regeln, basierend auf den Promotionsordnungen. Dies schafft Transparenz für beide Seite und ist besonders in schwierigen Phasen sehr hilfreich, um ein gutes Promotionsergebnis zu erzielen.
Zudem ist der Abschluss einer Betreuungsvereinbarung in den Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der TU Dresden audrücklich gefordert. Betreuungsvereinbarung-2.pdf

Vertrauenspersonen für Angelegenheiten des wissenschaftlichen Nachwuchses

Die TU Dresden widmet der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses große Aufmerksamkeit.

An den Fakultäten sind Vertrauenspersonen der Fakultäten tätig. Diese Vertrauenspersonen sollen dem wissenschaftlichen Nachwuchs (insbesondere Promovierenden) als leicht erreichbare Ansprechpartner dienen und insbesondere auch in problematischen Situationen vermitteln. Die Liste mit den Kontaktdaten finden Sie hier Vertrauenspersonen der Fakultäten

Workshops zum Thema "Gute Wissenschaftliche Praxis" für Studierende und Promovierende an der TU Dresden

An der TU Dresden sind zertifizierte Kursleiter/innen für Workshops zum Thema „Gute wissenschaftliche Praxis“ (GWP) tätig. Auf Anfrage können diese Trainer/innen Workshops und Trainings zu diesem Thema für Studierende und/oder Promovierende anbieten: Ausgebildete Mitarbeiterinnen der Graduiertenakademie veranstalten regelmäßig Einführungskurse zu Fragen der GWP für Promovierende. Außerdem stehen in allen fünf Bereichen der TUD, in den Exzellenzclustern und in der Graduiertenschule DIGS-BB zertifizierte Ansprechpartner/innen für Fragen zur GWP zur Verfügung, die auch fachspezifische Kurse/Workshops für Masterstudierende und Promovierende anbieten. Die Liste mit den Kontaktdaten finden Sie hier.Kursleiter_GWP.pdf

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

Im Laufe des wissenschaftlichen Prozesses entsteht eine Vielzahl von Daten. Diese Forschungsdaten können sowohl durch qualitative als auch quantitative Forschung, z.B. durch Interviews, Befragungen, Experimente oder Beobachtungen entstehen und in analoger oder digitaler Form u.a. als Textdokumente, Tabellen, Logbücher, Fragebögen, Audio- und Videoaufzeichnungen, Proben, Sammlungen, Datenbankinhalte oder Protokolle vorliegen.

Die langfristige Archivierung von Forschungsdaten ist eine Voraussetzung für die Nachvollziehbarkeit von wissenschaftlichen Ergebnissen. Darüber hinaus sind die gewonnen Daten auch für eine mögliche Nachnutzung interessant. Zum einen können so neue Erkenntnisse gewonnen werden, zum anderen erhöht sich auch die Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit durch die Wiederverwendung.

Die Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, zur Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens und für den Umgang mit Verstößen fordern die Aufbewahrung von Forschungsdaten für mindestens 10 Jahre und legen den Umgang mit Primärdaten fest. Zur Ausgestaltung des Umgangs mit Forschungsdaten allgemein, d.h. über Primärdaten hinausgehend hat die TU Dresden  Leitlinien für den Umgang mit Forschungsdaten an der TU Dresden.pdf beschlossen.

Weitere Informationen der Kontaktstelle Forschungsdaten finden Sie hier: https://tu-dresden.de/forschung/services-fuer-forschende/kontaktstelle-forschungsdaten

Autorenschaft bei Publikationen

Als Autoren einer wissenschaftlichen Originalveröffentlichung sollen alle
diejenigen, aber auch nur diejenigen, firmieren, die zur Konzeption der Studien
oder Experimente, zur Erarbeitung, Analyse und Interpretation der Daten
und zur Formulierung des Manuskripts selbst wesentlich beigetragen und seiner
Veröffentlichung zugestimmt haben, das heißt, sie verantwortlich mittragen.
Daher reichen, um eine Autorschaft zu rechtfertigen, für sich alleine nicht
andere Beiträge aus wie:
► bloß organisatorische Verantwortung für die Einwerbung von Fördermitteln
► Beistellung von Standard-Untersuchungsmaterialien
► Unterweisung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Standard-Methoden,
► lediglich technische Mitwirkung bei der Datenerhebung
► lediglich technische Unterstützung, zum Beispiel bloße Beistellung von Geräten,
Versuchstieren
► regelmäßig die bloße Überlassung von Datensätzen
► alleiniges Lesen des Manuskripts ohne substantielle Mitgestaltung des Inhalts
► Leitung einer Institution oder Organisationseinheit, in der die Publikation
entstanden ist.
Diese Art der Unterstützung kann in Fußnoten oder im Vorwort angemessen anerkannt
werden.
Eine „Ehrenautorschaft“ ist nach allgemeiner Auffassung ebenfalls nicht akzeptabel.
Auch begründet weder die Stellung als Institutsleitung und Vorgesetzte/-er noch als
ehemalige/-er Vorgesetzte/-er allein eine Mitautorschaft.

Vertrauensperson (Ombudsperson)

Auf der Grundlage der Richtlinien wurde eine Vertrauensperson/Ombudsperson eingesetzt. Diese ist Ansprechpartner, Ratgeber und Vermittler bei allen Verdachtsfällen von wissenschaftlichem Fehlverhalten.

Liegt aus der Sicht der Vertrauensperson (Ombudsperson) ein begründeter Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten vor, wird dieser durch die Untersuchungskommission oder in Verdachtsfällen, in denen das Fehlverhalten akademische Prüfungen (z.B. Bachelor-, Master-, Diplomprüfungen) oder Graduierungen (Promotionen, Habilitationen) betrifft, durch das in der jeweiligen Prüfungs- und Graduierungsordnung vorgesehene reguläre Prüfungsgremium begutachtet.

Name

Herr Prof. Dr. Achim Mehlhorn

Name

Frau Prof. Dr. Christina Dornack

Prüfstelle gegen wissenschaftliches Fehlverhalten

Die Prüfstelle gegen wissenschaftliches Fehlverhalten unterstützt die Arbeit der Vertrauensperson (Ombudsperson), der Untersuchungs­kommission und der regulären Prüfungsgremien bei Verdachtsfällen auch im Wege der Überprüfung von Abschlussarbeiten auf Plagiate mittels einer Plagiaterkennungssoftware.

Name

Frau Dr. Nicole Scavarda-Taesler Juristische Referentin des Prorektors für Universitätsentwicklung

work Tel.
+49 351 463-39423
fax Fax
+49 351 463-34761

Ombudsmann für die Wissenschaft

Der Ombudsman für die Wissenschaft (eingesetzt von der DFG) steht allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unmittelbar und unabhängig von einem Bezug zur DFG zur Beratung und Unterstützung in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und ihrer Verletzung durch wissenschaftliche Unredlichkeit zur Verfügung. Dies betrifft insbesondere auch die Beratung von Personen, die einen Hinweis auf wissenschaftliches Fehlverhalten zur Kenntnis gebracht haben („Whistleblower“) und dadurch Sanktionen anderer Einrichtungen ausgesetzt sind.http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/gwp/ombudsman/index.html

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Prüfstelle gegen wissenschaftliches Fehlverhalten
Letzte Änderung: 20.09.2018