Open Trace Format (OTF)

Achtung! Das Open Trace Format wird nicht mehr entwickelt und es wird kein Support mehr angeboten. Als Nachfolger von OTF ist das weiterentwickelte Open Trace Format 2 (OTF2) im Rahmen der neuen skalierbaren Performance-Messumgebung Score-P verfügbar.

Für die detaillierte Untersuchung des Programmverhaltens massiv-paralleler Programme werden während des Programmlaufes Trace-Informationen gesammelt, die im Anschluss mit Hilfe spezieller Analyseprogramme (z.B. Vampir) ausgewertet werden können. Die Spezifikation eines geeigneten, leistungsfähigen Trace-Dateiformates unterliegt dabei vielfältigen Anforderungen. Es sollte insbesondere die effiziente Speicherung der Ereignisdaten in einer parallelen Programmumgebung ermöglichen. Darüber hinaus muß es einen sehr schnellen und bequemen Zugriff auf die große Menge an Performance-Daten und die dazu nötigen Ereignisdefinitionen gestatten.

Als Nachfolger des zuvor verwendeten Vampir Trace Formates (VTF3) liegt der Fokus des am ZIH entwickelten Open Trace Format (OTF) auf der Verbesserung der Skalierbarkeit für sehr große und massiv-parallele Traces. OTF verwendet eine portable ASCII-Codierung und verteilt einzelne Traces auf mehrere sogenannte Streams mit jeweils einer oder mehreren Dateien. Das Zusammenführen (Mergen) von Records aus verschiedenen Dateien geschieht dabei transparent innerhalb der OTF-Bibliothek. Die Anzahl der möglichen Streams ist nicht durch die Maximalzahl verfügbarer Datei-Handles beschränkt.

Die Lese- und Schreibbibliothek ermöglicht einen einfachen Zugriff durch die Anwendungsprogramme. Sie unterstützt insbesondere parallelen bzw. verteilten Zugriff auf die Trace-Daten und erlaubt zudem einen selektiven Lesezugriff bezüglich beliebiger Zeitintervalle, einer Auswahl von Prozessen oder verschiedener Record-Typen. Optionale Zusatzinformationen können den selektiven Zugriff zusätzlich erleichtern.

Das OTF-Softwarepaket umfasst zusätzlich Werkzeuge zur Konvertierung und Bearbeitung von Trace-Dateien. Nähere Informationen findet man in der mitgelieferten Dokumentation.

Die OTF-Software wurde im Rahmen einer Kooperation mit der University of Oregon und dem Lawrence Livermore National Lab entwickelt und steht als Open-Source-Software unter der BSD-Lizenz zur Verfügung.

Finale stabile Version

Eine Liste der wichtigsten Änderungen findet man in der Datei ChangeLog.

Frühere Versionen

Ältere stabile Versionen sind weiterhin verfügbar im Archiv.

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ZIH
Letzte Änderung: 22.12.2016