FOSTER-Projekt: Regeln und Realitäten. Eine vergleichende Untersuchung von Idealen, Lebensweisen und Pflichten in den Gemeinschaften der Franziskaner, Johanniter sowie Zisterzienserinnen
Projektbeteiligte: Rebecca Hoppe, Laura-Marie Lang, Philipp Marko
Religiöse Orden zählten zu den prägenden Elementen des gesellschaftlichen und geistigen Lebens des Mittelalters. Umso bedeutender ist es, die grundlegenden Normen dieser Gemeinschaften zu untersuchen und durch eine vergleichende Analyse Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie ordensspezifische Charakteristika herauszuarbeiten. Dieser Aufgabe möchten sich drei Studierende im Rahmen des vom Programm Funds for Student Research der TU Dresden (FOSTER) geförderten Projekts „Regeln und Realitäten. Eine vergleichende Untersuchung von Idealen, Lebensweisen und Pflichten in den Gemeinschaften der Franziskaner, Johanniter sowie der Zisterzienserinnen“ widmen.
Dafür konzentrieren sich die Beteiligten des Projektes auf drei differente Gemeinschaften, deren grundlegende Regelungen untersucht werden: Rebecca Hoppe widmet sich den ambivalenten Einsamkeitsvorstellungen der Zisterzienserinnen innerhalb von normativen Texten. Ein Beitrag zum Johanniterorden wird von Laura-Marie Lang erarbeitet, die dessen Einfluss auf die Entwicklung mittelalterlicher Hospitäler in den Blick nehmen wird. Philipp Marko analysiert die Wechselwirkungen zwischen den monetären Ideen und dem Armutsideal des Franziskanerordens. Die Ergebnisse der Analysen sollen auf dem Wissenschaftsblog „Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte“ veröffentlicht werden. Zugleich wird eine Projekt-Bibliographie erstellt und auf der Webseite der FOVOG veröffentlicht. Diese Publikationen werden von einem Podcast begleitet, in welchem die zentralen Themen der Untersuchung in einem dialogischen Format erörtert werden. Das Projekt verbindet somit geisteswissenschaftliche Forschung mit modernen Kommunikationsformen und leistet anhand der Analyse der ausgewählten Orden einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der jeweiligen mittelalterlichen Gemeinschaften.