Innenansicht des Pantheon © CC0 Public Domain Cic. Phil. © SLUB

Forschungs­schwerpunkte

Einen zentralen Forschungsschwerpunkt der Gräzistik bildet die Auseinandersetzung mit der antiken Philosophie. Prof. Dr. Christian Mueller-Goldingen hat mehrere Arbeiten zu Aristoteles vorgelegt, zuletzt Einleitung und Kommentar zu den Büchern 1,3,7 und 8 der „Politik“(Heidelberg 2016). Ein zweiter Band ist in Vorbereitung. In der Latinistik liegt der Fokus auf der Literatur der Späten Republik und der Frühen Kaiserzeit. Prof. Dr. Dennis Pausch leitet ein DFG-Projekt zu intendierten Anachronismen; in dessen Rahmen verfasst Philipp Geitner eine Dissertation zum Thema „Unzeitige Gegenwart. Der Anachronismus in Ovids Metamorphosen“. Außerdem ist das Institut für Klassische Philologie beteiligt am neu bewilligten Sonderforschungsbereich 1285 „Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung.“

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Wichtige Themen im Überblick

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Schwerpunkte der Forschung

Die Forschung am Institut für Klassische Philologie umfasst ein breites Spektrum. Einen wichtigen Schwerpunkt vor allem der Gräzistik bildet die Auseinandersetzung mit der antiken Philosophie. Am Lehrstuhl von Prof. Mueller-Goldingen wird unter anderem zu Platon und Aristoteles geforscht, daneben kommen Untersuchungen zur frühgriechischen Lyrik sowie der Beschäftigung mit dem griechischen Drama und seiner Nachwirkung besondere Bedeutung zu.

Am latinistischen Lehrstuhl unter Prof. Mutschler bildeten die Beschäftigung mit der Dichtung der Augusteischen Zeit und der frühen Kaiserzeit und komparatistische Projekte zur griechisch-römischen und altchinesischen Geschichtsschreibung weitere Schwerpunkte. Dazu hat sich am Institut ein verstärktes Interesse an übergreifenden kulturwissenschaftlichen Fragestellungen herausgebildet.

Mit der Übernahme der latinistischen Professur durch Prof. Pausch werden mit der antiken Historiographie und der lateinischen Literatur von der Späten Republik bis ins 4. Jh. n. Chr. wichtige Bereiche dieser Felder auch in Zukunft fortgeführt werden. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei einerseits die interdisziplinäre Zusammenarbeit (innerhalb der Altertumswissenschaften und darüber hinaus) und die Auseinandersetzung mit methodischen Innovationen innerhalb der Klassischen Philologie finden.

Unter der Leitung von Prof. Mutschler war der lateinische Lehrstuhl von 1997 bis 2008 am Dresdner Sonderforschungsbereich (SFB) 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ mit dem Teilprojekt A1 „Der römische mos maiorum: Werteordnung und literarische Kommunikation“ und 2009 bis 2013 am Dresdner SFB 804 „Transzendenz und Gemeinsinn“ mit dem Teilprojekt B2 „Tradition, Vernunft, Gott. Zur wechselnden Fundierung gemeinsinnigen Handelns“ beteiligt. Aus der Beteiligung an diesen beiden Projekten sind mehrere Veröffentlichungen hervorgegangen, u.a. vier Sammelbände und mehrere Dissertationsprojekte (unter Beteiligung am Internationalen Graduiertenkolleg „Institutionelle Ordnungen, Schrift und Symbole“).

Ein vielfältiges Tagungsprogramm dient dem Austausch mit auswärtigen Fachkollegen aus Schule und Wissenschaft: Aller zwei Jahre finden im Wechsel mit der Universität Leipzig die „Fortbildungstage für sächsische Griechisch- und Lateinlehrer“ in Dresden statt. 2002 richtete das Institut den Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes und 2003 und 2013 die Fachtagung „Aquilonia“ aus. 2008 fand im Rahmen des komparatistischen Forschungsprojektes von Fritz-Heiner Mutschler und Achim Mittag die internationale Tagung „Empires and Humankind – China and the West Compared“ in Dresden statt. 2016 wird die sog. „Kleine Mommsentagung“ der Mommsengesellschaft und das Nachwuchsforum Latein (gegr. von Therese Fuhrer und Marco Formisano) in Dresden zu Gast sein. In Kooperation mit den Lehrstühlen für Alte Geschichte (Martin Jehne), Katholische Biblische Theologie (Maria Häusl) und Evangelische Biblische Theologie (Matthias Klinghardt) finden seit dem Sommersemester 2006 durchgängig jedes Semester die „Dresdner Altertumswissenschaftlichen Vorträge“ statt. Seit 2011 finden jährlich die Dresdner Lateintage statt, bei denen Schüler aus Ostsachsen sich über das Studium an unserem Institut informieren können.