Sanierung des Turms im Beyer-Bau der TU Dresden - Nachweis der Standsicherheit (D1013)

Allgemeine Angaben:

  • Diplomarbeit Nr. D1013
  • Bearbeiter: Maria Oehmichen
  • Verantwortl. Hochschullehrer: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Häußler-Combe
  • Betreuer: Daniel Karl, Matthias Lugenheim (Mathes Beratenden Ingenieure GmbH, Dresden)
  • Tag der Verteidigung: 10/08/2017

Zusammenfassung

D1013 © Silke Scheerer D1013 © Silke Scheerer

Turm des Beyer-Baus (Sommer 2016)

D1013

Turm des Beyer-Baus (Sommer 2016) © Silke Scheerer

Der Beyer-Bau an der TU Dresden, 1913 errichtet, ist eine frühe Stahlbetonkonstruktion. Die Primärtragstruktur des Turmes ist von außerordentlicher Schlankheit und die Aussteifung steht im besonderen Blickpunkt bei der Sanierung, in deren Zuge auch die Gestalt des Turmes aufgewertet werden soll. Es existieren über einer Abfangebene (Decke über 2. OG) ein Kreis mit acht inneren und ein Kranz von acht äußeren oktogonal ausgerichteten Stahlbetonstützen. Drei darüber liegende Plattformen und ein Ringträger halten die vertikalen Bauteile zusammen und stabilisieren diese. Im oberen Drittel verjüngt sich der Turm und nur die inneren Stützen werden weitergeführt. Diese schlanke Konstruktion ist allein nicht in der Lage, eine ausreichende Steifigkeit zur Aussteifung des Turmtragwerkes bereitzustellen.

Die dem Turm vorgestellte Fassade hat immer wieder Veränderungen erfahren. In keiner der Phasen der Turmgestalt diente sie selbst zur Gebäudeaussteifung, wohl aber Mauerwerksscheiben. Bei der vorgesehenen Umgestaltung des Turmes wird beabsichtigt, eine allansichtige Transluzenz der Fassade zu erreichen und die vorhandenen Aussteifungswandscheiben aufzugeben. Als Substitution für diese wird die Einführung von Rahmenkonstruktionen mit druckschlaffen Auskreuzungen in Stahlbauweise vorgeschlagen. Damit wird das eigentliche Aussteifungsprinzip des Turmes weiterhin respektiert. Die Konstruktion kann dabei auch gleichzeitig als Unterkonstruktion für die Fassade dienen. Für die neu vorgeschlagene Aussteifungskonstruktion konnten die Translations- und Rotationssteifigkeiten nachgewiesen werden.

Zusammenfassend kann eingeschätzt werden, dass mit der vorgeschlagenen neuen Aussteifungskonstruktion eine geeignete, wirtschaftliche und auch den gewünschten architektonischen Gestaltungsprinzipien dienende Lösung gefunden wurde.

D1013 © Maria Oehmichen D1013 © Maria Oehmichen

Aussteifungssystem in der Draufsicht

D1013

Aussteifungssystem in der Draufsicht © Maria Oehmichen

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Kerstin Speck
Letzte Änderung: 22.03.2018