Projekte

Inhaltsverzeichnis

    1. Laufende Forschungs- und Transferprojekte
    2. Abgeschlossene Forschungs- und Transferprojekte

Laufende Forschungs- und Transferprojekte

Kunst und Kultur in der polarisierten Stadt: Dresdner Kultureinrichtungen als Vermittelnde zwischen 'Diversität' und 'Ethnopluralismus'? (KupoS)

Laufzeit: 01.06.2018-31.05.2019

Projektleitung: Prof. Dr. Heike Greschke

Projektmitarbeit: Janie Kläffling, Leandro Raszkewicz, Lukas Schmitz, Moutaz Zafer

Förderung: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

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01.06.2018-31.05.2019

Das Projekt "Kunst und Kultur in der polarisierten Stadt" nimmt die in den letzten Jahren offenbar werdenden gesamtgesellschaftlichen Tendenzen der sozialen Spaltung und die Zunahme an konflikthaften diskursiven Auseinandersetzungen zum Anlass und untersucht die Bedeutung von Kunst und Kultur im gesellschaftlichen Verständigungsprozess. Mit dem öffentlichen Auftreten von PEGIDA seit Ende 2014 hat
in Dresden ein Prozess der Polarisierung eingesetzt, der durch die Reaktionen auf die Ankunft einer vergleichsweise großen Zahl an Geflüchteten im Jahr 2015 noch verstärkt wurde. Es formierten sich gegensätzliche, sich wechselseitig verstärkende kollektive Positionen, die sich an den Polen "Willkommenskultur" auf der einen Seite und "Angst vor Überfremdung" auf der anderen konzentrieren. Als Wiege und Bühne der PEGIDA-Bewegung wird Dresden daher als 'Polarisierungslabor' ins Zentrum der Analyse gerückt, da sich hier medial verstärkte Prozesse des Übergangs von individuellem Benachteiligungserleben zu kollektivem öffentlichen Protest, seine diskursive Überschreibung mit ethnozentrischen bis hin zu rassistischen Motiven und die Formierung einer Gegenbewegung in verdichteter Form realisiert haben. Wie sich dieser Prozess auf die (politische) Positionierung und das Selbstverständnis der Dresdner Kunst- und Kultureinrichtungen ausgewirkt hat und welche Rolle bzw. welche Positionen sie im gesellschaftlichen Verständigungsprozess einnehmen, untersucht das vorliegende Projekt und leistet damit einen Beitrag zur Bestimmung der Potentiale und Grenzen von Kunst und Kultur als kohäsionsstiftende Vermittlungsinstanzen.
Das Forschungsvorhaben unterteilt sich in zwei Teilprojekte. TP 1 erfasst und untersucht die Dresdner Kunst- und Kulturlandschaft im Zeitraum von 2014-2017 auf sich wandelnde Selbstverständnisse, Vermittlungsansprüche und -konzepte sowie (politische) Selbst- und Fremdpositionierungen in der polarisierten Stadt. TP 2 untersucht Prozesse gesellschaftlicher Polarisierung und eruiert die Bedingungen, Potentiale und Grenzen der Vermittlung von Kunst- und Kulturinstitutionen exemplarisch anhand einer überregional bedeutsamen Ausstellung zu einem Thema, das potentiell konfligierende Positionen (in der Dresdner Stadtgesellschaft) aufzurufen vermag. Hierzu wird der Vermittlungs-, Aneignungs- und Rezeptionsprozess mit ethnographischen und diskursanalytischen Methoden in-situ analysiert.

Schule inklusiv gestalten – Entwicklung fachdidaktischer Konzepte und organisatorischer Strukturen einer inklusiven Schule (SING)

Laufzeit: 01.01.2018-31.12.2020

Projektleitung: Prof. Dr. Anke Langner

Verbundpartner: Anzhela Preissler, Fraunhofer Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie Leipzig; Prof. Dr. Carolin Frank, Bergische Universität Wuppertal, Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik, Maschinenbau

Projektmitarbeit: Prof. Dr. Anja Besand, David Jugel, Judith Jung, Prof. Dr. Petra Kemter-Hofmann, Prof. Dr. Thomas Köhler, Prof. Dr. Rolf Koerber, Clemens Milker, Prof. Dr. Manuela Niethammer, Marlis Pesch, Annekathrin Pollmann, Prof. Dr. Marcus Schütte, Jan Steffens, Katrin Wesemeyer, Prof. Dr. Dorothee Wieser

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Finanzierungshinweis BMBF
01.01.2018-31.12.2020

Das Projekt SING verknüpft die fach- bzw. berufsdidaktische mit der sonderpädagogischen Perspektive, um Kompetenzen für die Entwicklung eines inklusiven Fachunterrichts - also Unterricht, der jeden einzelnen Schüler/jede einzelne Schülerin in seiner/ihrer Entwicklung möglichst wirksam unterstützt und befähigt – bei Lehramtsstudieren aufzubauen. Dafür werden die eher theoriegeleiteten Ansätze der berufs- bzw. fachdidaktischen Entwicklung von Lernsettings mit empirischen Ansätze des fallbasierten, forschenden Lernens verknüpft. Es wird ein Instrument erarbeitet, durch das die fachspezifische Diagnostik der Lernstände der Lernenden mit der fach- bzw. berufsdidaktischen Analyse der Aneignungsgegenstände verbunden und eine darauf aufbauende Inszenierung von Lernsettings abgeleitet werden kann. Die didaktisch entwickelte Lernumgebung wird bildungstechnologisch unterstützt und über eine responsive Lernplattform allen Beteiligten verfügbar gemacht. Hierüber werden auch Lernergebnisse erfasst und für die prozessbegleitende Lernstanderhebung und Beratung ausgewertet.

Studierende untersuchen, entwickeln und evaluieren Lehr-Lern-Settings, wodurch Universität und Schule als inklusive Lernorte etabliert und weiterentwickelt werden. Betreut werden sie von bi-professionellen Dozent_innenteams aus Fachdidaktik und Sonderpädagogik. Prozess- und somit projektbegleitend werden Kompetenzen der Student_innen erhoben und analysiert, um Aussagen über die Wirksamkeit der Maßnahme hinsichtlich des Aufbaus von Lehrkompetenzen für inklusiven Fachunterricht treffen und Adaptionen im Lehrkonzept zeitnah realisieren zu können.

SING fokussiert auf die Mikroebene der Bildungsgestaltung. Entwicklung pädagogischer Angebote ist jedoch ohne Schulentwicklung nicht nachhaltig – insofern analysiert SING in beteiligten Schulen Anforderungen an das Prozessmanagement zur Organisation inklusiver Schule und entwickelt ein Pilot-Organisationsmodell “Inklusive Schule”.

Refugee Law Clinic – Studentische Initiative am Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden

Laufzeit: 01.01.2016-31.12.2018

Projektkoordination: Elena Bogdanzaliew (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Förderung: Deutscher Akademischer Auslandsdienst (Programm: Welcome - Studierende engagieren sich für Geflüchtete)

01.01.2016-31.12.2018

Die Refugee Law Clinic bildet Studierende zu ehrenamtlichen, studentischen Rechtberater*innen aus und führt eine Beratungsstelle für Geflüchtete an drei Standorten in Dresden.

In Dresden ankommen – Studentische Initiative am Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden

Laufzeit: 01.01.2016-31.12.2018

Projektkoordination: Dr. Karoline Oehme-Jüngling (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Förderung: Deutscher Akademischer Auslandsdienst (Programm: Welcome - Studierende engagieren sich für Geflüchtete)

01.01.2016-31.12.2018

Ziel von IDA ist die Vermittlung und Koordination freiwilliger Hilfsangebote von Studierenden für Geflüchtete sowie die Entwicklung von Strukturen, welche zur Integration Geflüchteter beitragen, bzw. zum interkulturellen Austausch zwischen Geflüchteten und Studierenden im Besonderen und zwischen Geflüchteten und allen Dresdnern im Allgemeinen. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben arbeitet IDA mit anderen Organisationen zusammen, die sich in den Aufgabenfeldern ebenfalls engagieren.

Hervorgegangen aus einer studentischen Gruppe, die von September 2015 bis April 2016 Sprachkurse und ABC-Tische für Geflüchtete in den Erstaufnahmeeinrichtungen auf dem Gelände der TUD organsierte, arbeitet IDA heute in vier zentralen Aufgabenfeldern.

1. Organisation von Angeboten zum Erlernen der deutschen Sprache mit freiwilligen Lehrer*innen

2. Sprachkurse von Geflüchteten für Studierende

3. Patenschaftsprogramm für geflüchtete Studierende und Interessierte

4. Politische Bildung und Sensibilisierung von Studierenden

SprIntegration

Laufzeit: 01.09.2016-31.08.2019

Projektleitung: Ann-Kathrin-Kobelt (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Förderung: Zukunftskonzept der TU Dresden (Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder), Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

01.09.2016-31.08.2019

SprIntegration - Fremde Sprache in Migration, Ankunft und Integration? (Arbeitstitel)

Im Dissertationsprojekt von Ann-Kathrin Kobelt werden qualitative Interviews mit Sprach- und Integrationsmittelnden (auch: SprInt) in Deutschland durchgeführt.

Ziel des Projekts ist es, Fremdheit in Migrationsprozessen, Ankunft und Integrationsprozessen - inbesondere bezogen auf den Erwerb sowie den (beruflichen) Gebrauch des Deutschen als "Fremd"- und Zweitsprache (DaF/DaZ) - zu rekonstruieren.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den dem Zentrum namensgebendem Begriff Integration. Es wird erhoben, wie Sprach- und Integrationsmittelnde diesen Begriff fassen und wie Integration mit der für Migrantinnen und Migranten als "fremd" deklarierten deutschen Sprache in Zusammenhang gebracht wird.

Anhand der Ergebnisse können bestehende Diskurse, Praxen sowie die Forschung zu Integration reflektiert und inbesondere für den akademischen wie auch didaktischen Bereich  DaF/DaZ nutzbar gemacht werden.

‚Kompetenz‘ als Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe

Laufzeit: 01.09.2016-31.09.2019

Projektleitung: Dr. Carolin Eckardt (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Förderung: Zukunftskonzept der TU Dresden (Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder), Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

01.09.2016-31.09.2019

Das Forschungsprojekt setzt sich mit der Funktionalisierung von ‚Kompetenz‘ in der integrationspolitischen Praxis auseinander. In Bezug auf unterschiedliche ‚Integrationssysteme‘ wird danach gefragt, welchen Einfluss die Modellierung von (fachlichen und sprachlichen) Kompetenzkonzepten und die damit verbundenen normativen Orientierungen auf die Produktion von Inklusion und Exklusion in migrationsgesellschaftlichen Zusammenhängen haben. Als Untersuchungsbereich wird u.a. die Konzeptualisierung und Umsetzung von Grund- und Berufsbildungsmodellen für Geflüchtete ins Auge gefasst. Einen weiteren Fokus soll die Praxis der beruflichen Anerkennungsverfahren bilden.

Arbeitsmarktintegration und sozialer Zusammenhalt / Teilprojekt im Projekt Demokratischer Zusammenhalt in Sachsen

Laufzeit: 01.09.2017-30.04.2018

Projektleitung: Prof. Dr. Heike Greschke (Institut für Soziologie, Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden), Gesamtprojekt: PD Dr. Steffen Kailitz (Netzwerk für Integrations-, Fremdenfeindlichkeits- und Rechtsextremismusforschung; Hannah-Arendt-Institut, TU Dresden)

Projektmitarbeit: Moutaz Zafer, Lisa-Marie Klett, Dr. Karoline Oehme-Jüngling

Förderung: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

01.09.2017-30.04.2018

Die Erforschung zweier eng miteinander verflochtener Themenkomplexe – einerseits Integrationsprozesse in der deutschen und sächsischen Zuwanderungsgesellschaft, andererseits rechtsextremistische und fremdenfeindliche Desintegrationsprozesse, die den demokratischen Zusammenhalt gefährden – ist das Ziel des Projekts „Demokratischer Zusammenhalt in Sachsen“ (DeZiS).

Im Rahmen des Gesamtprojekts führt das Zentrum für Integrationsstudien (TU Dresden) eine explorative Studie im Themenbereich „Arbeitsmarktintegration und sozialer Zusammenhalt“ durch. Das Forschungsvorhaben untersucht inwieweit sich Strukturen und Praktiken der Entscheidung, Beteiligung und Kooperation in sächsischen Unternehmen mit der Beschäftigung von Geflüchteten und der "Interkulturalisierung" bestehender Teams verändern. Der Fokus der explorativen Studie liegt auf Unternehmen, die aktuell Praktikant*innen, Auszubildende und Arbeitnehmer*innen mit Flüchtlings- oder ungeklärtem Status beschäftigen.

Welche Erfahrungen machen Unternehmen, die Geflüchtete in ihren Teams einsetzen? Was passiert, wenn neue Arbeits- und Kooperationskulturen im Team aufeinandertreffen? Wie verändern sich soziale Strukturen und Praktiken der Kooperation, Entscheidung und Beteiligung in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten? Wie gestaltet sich die konkrete Zusammenarbeit zwischen Unternehmen sowie Mitarbeiter*innen mit und ohne Fluchthintergrund? Welche Herausforderungen und Hindernisse ergeben sich im Prozess der „Interkulturalisierung“ von Teams, insbesondere unter erschwerten Kooperationsbedingungen (z.B. limitierte sprachliche Verständigung, fehlende Fachausbildung, unterschiedliche berufliche Sozialisation, Unternehmens- und Kooperationskulturen, Ressentiments/Rassismus im Unternehmen etc.)? Welche Strategien und Praktiken gibt es, darauf (kreativ) zu reagieren und von damit gemachten Erfahrungen zu profitieren (z.B. Implementierung/Förderung von Mehrsprachigkeit/Dialog, Stärkung interkultureller Kompetenzen, Ambiguitätstoleranz, Abbau von rassistischen Ressentiments)? Welche Akteur*innen, Institutionen, (lokale/zivilgesellschaftlichen) Netzwerke etc. werden über das Unternehmen hinaus in die Begleitung und Unterstützung dieser Teams einbezogen?

Die explorative Studie fokussiert einerseits Akteur*innen der Unternehmens- und Teamleitungen, andererseits Beschäftigte mit Flüchtlings- bzw. ungeklärtem Status. Der Zugang zu Unternehmen, die bereits Geflüchtete eingestellt haben und über einschlägige Erfahrung verfügen, wird durch den Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ e. V. unterstützt; zudem sollen über die Recherche ermittelte andere Unternehmen sowie Dokumente von Unternehmen (Personalentwicklungs-, Diversitätskonzepte etc.) sondiert werden. Darüber hinaus steht die Perspektive der geflüchteten Arbeitnehmer*innen im Vordergrund; mithilfe berufsbiografischer Interviews und ethnografischer Methoden der Alltagsbegleitung sollen erste Analysen zu Kooperations- und Beteiligungspraktiken durchgeführt werden.

Spracherwerb im Spannungsfeld interkultureller pädagogischer Beziehungen

Laufzeit: 01.07.2017-30.06.2020

Projektleitung: Dr. Torsten Andreas, Anke Börsel (Deutsch als Zweitsprache, TU Dresden), Frank Beier (ZLSB, TU Dresden)

Projektmitarbeit: N.N.

Förderung: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

01.07.2017-30.06.2020

Spracherwerb ist die zentrale Voraussetzung für Integration. Aktuell stellen die unter 25-jährigen die größte Gruppe unter den Neuzugewanderten dar, dies ist ein Novum in der Migrationsgeschichte Deutschlands seit 1945. Der Freistaat Sachsen hat daher verstärkt Vorbereitungsklassen an den allgemein- und berufsbildenden Schulen eröffnet, für die professionelle Akteure notwendig sind. Die TU Dresden hat für die Ausbildung von Lehrkräften das Erweiterungsfach Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zum 1.10.2016 eingerichtet, da der Bedarf an qualifizierten DaZ-Lehrkräften im Freistaat Sachsen nicht gedeckt werden kann.

Mit dem Start des Erweiterungsfaches Deutsch als Zweitsprache zum Wintersemester 2016/17 ist die Grundlage für eine fundierte Ausbildung von Lehramtsstudierenden aller Fachrichtungen und Schularten geschaffen worden. Das Curriculum des Erweiterungsfaches nimmt den Grundgedanken der sächsischen Konzeption zur Integration von Migranten auf, die sich im Ansatz von sprachlicher Bildung als integrierter Teil des Fachunterrichts verorten lässt.

Das Projekt „Spracherwerb im Spannungsfeld interkultureller pädagogischer Beziehungen“ trägt dazu bei, das Erweiterungsfaches DaZ zu profilieren und dabei insbesondere die Entwicklung und Erprobung eines nach Alter und Schulart differenzierten curricularen Kernbausteins für das Curriculum an der Technischen Universität Dresden voranzutreiben.

Abgeschlossene Forschungs- und Transferprojekte

Handlungsempfehlungen: Deutsch, (Aus)Bildung und Arbeit für Migrant*innen

Laufzeit: 01.11.2017-31.03.2018

Projektleitung: Ann-Kathrin Kobelt (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden), Dr. Michael Dobstadt (Professur Deutsch als Fremdsprache, TU Dresden)

Projektmitarbeit: Frauke Al Mohammad, Dr. Solveig Buder, Michael Rollberg

Kooperationspartner: Jugend · Arbeit· Bildung e.V.; Die Sprachwerkstatt Dresden

01.11.2017-31.03.2018

Sprache, Wissen und Können ebnen Zugänge zu (Aus)Bildung und Arbeit. Das gilt auch für (Neu)Zugewanderte. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen der Integrationskurse seit 2015 müssen die bestehenden Regularien und Mechanismen überprüft werden. Deshalb wurden Akteure aus den Feldern Vermittlung und Erwerb der deutschen Sprache, (Aus)Bildung und Arbeit aufgerufen, Herausforderungen und Probleme im Bottom-Up-Verfahren aufzuzeigen sowie gemeinsam konkrete Lösungsansätze zu eruieren. Die vorliegenden Handlungsempfehlungen gelten als Synthese des am Fachtag Deutsch für Geflüchtete von Anfang an (ZfI, September 2017) und in der Informationsveranstaltung Deutsch lernen in Dresden (LHD, Oktober 2017) ausgemachten, enormen Gesprächs-, Aufklärungs- und Handlungsbedarfs. Im Nachgang dieser beiden Veranstaltungen werden die Herausforderungen, Probleme sowie Lösungsansätze gebündelt, geprüft und niedergeschrieben. Mit den Handlungsempfehlungen wollen sich die Federführenden und Mitwirkenden Gehör verschaffen sowie Unterstützung bei relevanten Akteuren auf verschiedenen Ebenen gewinnen.

Ringvorlesung: Machtvolle Sprache(n). Perspektiven auf sprachliche Bildung in Schule und Ausbildung

Laufzeit: Wintersemester 2017/18

Projektleitung: Dr. Sara Hägi-Mead (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden; Bergische Universität Wuppertal), Dr. Michael Dobstadt (Deutsch als Fremdsprache, TU Dresden), Dr. Hannes Schweiger (Deutsch als Fremdsprache, Universität Wien)

Projektmitarbeit: Rico Ehren

Förderung: Fakultät Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaften ( TU Dresden), Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden (Lehrmittelpreis Dr. Ulrich Zeuner)

Wintersemester 2017/18

Gesellschaftliche Machtverhältnisse sind konkret und realisieren sich in unmittelbaren Beziehungen zwischen Menschen. In jeder Interaktion zwischen Menschen spielen Machtasymmetrien, Hierarchien, Privilegien, Status, Dominanzkultur und Marginalisierung eine Rolle. Was das in Bezug auf Sprache(n) bedeutet, war das Thema dieser interdisziplinären und internationalen Ringveranstaltung des Lehrstuhls Deutsch als Fremdsprache der TU Dresden in Zusammenarbeit mit dem ZfI. Zur Zielgruppe der Veranstaltung gehörten u.a. (angehende) Lehrer*innen und Erzieher*innen, die zu den Personen zählen, die im Verhältnis zu Kindern und Jugendlichen an Macht überlegen sind und deren Wertvorstellungen und Normorientierungen sich als sehr einflussreich erweisen. Macht zeigt sich u.a. in der Verwendung von und im Umgang mit Sprache(n). Aus diesem Grund erschien es wichtig, sich gerade im pädagogischen Kontext als sprachlich Handelnde zu reflektieren. Die Perspektiven und Fachdisziplinen, aus denen heraus das geschah, gingen bewusst über Germanistik, DaF/DaZ und Kulturwissenschaften hinaus und bezogen politische und mathematische Bildung, biblische Theologie, Slavistik, Migrationspädagogik und Erziehungswissenschaft ein.

Courage: Wissen, Sehen, Handeln! - 2017

Laufzeit: 01.06.2017-31.12.2017

Projektleitung: Dr. Karoline Oehme-Jüngling (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Projektmitarbeit: Sita Buchberger, Rico Ehren, Jana Höhnisch, Ann-Kathrin Kobelt, Timo Kracht, Laura Rind-Menzel, Katharina Tietze, Helena Uthoff, Moutaz Zafer

Kooperationspartner: Kontaktstelle We Care (Prorektorat Bildung und Internationales TU Dresden, Zentrum für Weiterbildung TU Dresden)

Förderung: Initiativbudget 2017 des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

01.06.2017-31.12.2017

Zwischen Oktober und Dezember 2017 fand das Projekt „Courage – Wissen, Sehen, Handeln!“ an der TU Dresden statt. In Workshops, Vorträgen und kulturellen Veranstaltungen wurde der Frage nachgegangen, wie man Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung begegnen kann und auf Möglichkeiten aufmerksam gemacht, Ausgrenzungsphänomene zu erkennen, abzubauen und zu verhindern. Versuchten die Workshops sich diesem Problemfeld praktisch zu nähern, gaben die Vorträge einen theoretischen Einblick in die Thematik. Das kulturelle Programm fand in Kooperation mit verschiedenen Institutionen und Vereinen der Stadt Dresden statt und näherte sich dem Problemfeld auf unterschiedlichste Art und Weise. Darüber hinaus gab es eine „Bürgersprechstunde“ in Zusammenarbeit mit den Dresdnern Verkehrsbetrieben, in der die Teilnehmer die Möglichkeit erhielten, Fragen an Dozenten der TU Dresden zu richten und sich auszutauschen.

Dokumentation der Fachtagung Interkulturelle Bildungslandschaft (Kolibri e. V.)

Laufzeit: 01.10.-31.12.2017

Projektleitung: Prof. Dr. Anke Langner (Institut für Erziehungswissenschaft, Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Projektmitarbeit: Katharina Tietze

Auftraggeber: Kolibri e. V

01.10.2017-31.12.2017

Die Zusammenarbeit zwischen Migrantenselbstorganisationen und Kindertageseinrichtungen im Bereich der frühkindlichen Bildung ist eines der Ziele des Projektes „Interkulturelle Bildungslandschaft“, das vom Kinder- und Elternzentrum Kolibri e. V. durchgeführt wurde. Durch Faktoren wie Globalisierung und die Fluchtsituation steigt die Vielfalt in Kitas und damit die Notwendigkeit eines Wissenstransfers sowie einer Kooperation zwischen MSO und Kita.

Der Dialog zwischen diesen beiden Institutionen stand bei der Fachtagung im Mittelpunkt. Inspiriert durch Beispiele guter Praxis sollten die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen MSO und Kita in Dresden und Umland diskutiert werden. Raum für Erfahrungs- und Wissensaustausch zu Alltagsthemen wie unterschiedlichen Erziehungserwartungen, Werten, Normen, Sprachförderungskonzepten und interkulturellen Lernformen bei Kindern wurde in Form verschiedener Workshops angeboten.

Das Zentrum für Integrationsstudien hat die Fachtagung dokumentiert und eine Fragebogenstudie zu den Potentialen einer Zusammenarbeit zwischen MSO und Kita durchgeführt.

2. Fachtag: Deutsch für Geflüchtete von Anfang an

Laufzeit: 23.09.2017  

Projektleitung: Dr. Sara Hägi-Mead, Ann-Kathrin Kobelt (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Projektmitarbeit: Rico Ehren

Förderung: Zukunftskonzept der TU Dresden (Exzellenzinitiative des Bundes undder Länder), Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden (Lehrmittelpreis Dr. Ulrich Zeuner)

23.09.2017

Der 2. Fachtag "Deutsch für Geflüchtete von Anfang an" gestaltet eine Schnittstelle zwischen ehrenamtlichen und institutionellen Sprach(lern)angeboten, indem Erfahrungs- und Forschungswissen systematisiert aufeinander bezogen werden. Geboten wird ein Tag strukturierten Austauschs zwischen ehrenamtlichen Sprach(lern)begleiter*innen, Geflüchteten, (angehenden) Fachwissenschaftler*innen aus den Bereichen DaF und DaZ, (angehenden) DaF- und DaZ- Lehrkräften sowie Ansprechpartner*innen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Wie erfolgt der Austausch zwischen Akteuren der Sprach(bildungs)arbeit in Ehrenamt, Institutionen und Wissenschaft? Welche Themen sind relevant und welche Handlungsempfehlungen sind daraus umzusetzen?

International Summer School 2017: Vocational Integration

Laufzeit: 03.07.-07.07.2017

Projektleitung: Dr. Sara Hägi-Mead (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden), Prof. Dr. Friedrich Funke (Fakultät Erziehungswissenschaften, TU Dresden)

Projektmitarbeit: Sita Buchberger, Rico Ehren, Jana Höhnisch, Ann-Kathrin Kobelt, Timo Kracht, Dr. Karoline Oehme-Jüngling, Laura Rind-Menzel, Katharina Tietze, Helena Uthoff, Moutaz Zafer

Förderung: Zukunftskonzept der TU Dresden (Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder)

03.07.-07.07.2017

Als eine der größten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben im Einwanderungsland Deutschland gilt die Integration von Menschen jeglicher Zugehörigkeiten (Ethnie, Alter, Geschlecht etc.) in eine als inklusiv verstandene Gesellschaft, insbesondere die Herausforderung, die Potenziale einer pluralistischen Gesellschaft zu nutzen und zu fördern. Eine für unterschiedliche Diversitäten offene Gesellschaft ist im Fokus sogenannter post-migrantischer Ansätze, die die Perspektive von der Migration hin auf die daraus resultierenden Prozesse – soziale und politische Transformationen, Konflikte und Identitätskonstruktionen – richten. Das Themenfeld Integration und Arbeit in der post-migrantischen Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang von enormer Bedeutung, da hier wesentlich gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und angesichts von Fachkräftemangel und demografischer Entwicklung auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes verbessert werden kann. Um diesbezügliche Praktiken und Konzepte eingehend zu diskutieren setzte sich die Summer School intensiv mit dem Thema der Integration mit besonderem Fokus auf die (Weiter-)Entwicklung von Strukturen und Prozessen beruflicher Bildung und Beschäftigung unter der Bedingung von Diversität auseinander.

Bedarf, Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten eines Sächsischen Integrationsgesetzes

Laufzeit: 01.02.2017-30.06.2017

Projektleitung: Dr. Sara Hägi-Mead (Zentrum für Integrationsstudien, Technische Universität Dresden)

Projektmitarbeit: Prof. Dr. Anke Langner (Inhaberin des Lehrstuhls für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt inklusive Bildung, Technische Universität Dresden); Dr. Carolin Eckardt (Zentrum für Integrationsstudien, Technische Universität Dresden), Prof. Dr. Hans Vorländer (Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Dresden), Dr. Oliviero Angeli (Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Dresden), Prof. Dr. Christoph Enders (Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Staats- und Verfassungslehre, Universität Leipzig), Akad. Ass. Dr. Anna Mrozek (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verfassungslehre, Universität Leipzig), Jonas Püschmann (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verfassungslehre, Universität Leipzig)

Projektkoordination: Dr. Karoline Oehme-Jüngling (Zentrum für Integrationsstudien, Technische Universität Dresden)

Förderung: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration

01.02.2017-30.06.2017

Ziel des Begutachtungsprojekts war es, Bedarf, Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten eines solchen Regelwerks zu eruieren und zu diskutieren sowie konkrete Empfehlungen für ein sächsisches Integrationsgesetz zu erarbeiten.

Um den Bedarf für ein sächsisches Integrationsgesetz zu evaluieren, definierte die vom Zentrum für Integrationsstudien geleitete und koordinierte Projektgruppe folgende Untersuchungsfelder: 1. Analyse und Diskussion von bestehenden Regelungen, landes- wie bundesrechtlichen Grundlagen und Studien/Statistiken zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen; 2. Analyse und Diskussion von bestehenden Landesintegrationsgesetzen (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen); 3. Definition und Beschreibung von für die Integration wesentlichen Aktionsfeldern der sächsischen Landespolitik, d.h. Feldern und Thematiken, bei denen gesetzliche Regelungen notwendig und sinnvoll wären.

Der Bedarf für ein sächsisches Integrationsgesetz wurde aus drei Fachperspektiven evaluiert, der erziehungswissenschaftlichen, der politikwissenschaftlichen und der juristischen Perspektive.

Das Gutachten wurde in der Reihe "Praxismaterialien des Zentrums für Integrationsstudien" publiziert und steht hier zum Donload bereit.

Ringvorlesung: Europa im Fluss. Perspektiven auf Migration und kulturellen Wandel in Europa

Laufzeit: Wintersemester 2016/17

Projektleitung: Dr. Ina Krause (Institut für Soziologie, TU Dresden)

Kooperationspartner: Kunsthaus Dresden, Societaetstheater, Fakultät Wirtschaftswissenschaften, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

Projektmitarbeit: Dr. Karoline Oehme-Jüngling, Laura Rind-Menzel (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Förderung: Zukunftskonzept der TU Dresden (Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder), Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Wintersemester 2016/17

Mit der Ringvorlesung setzte sich das Zentrum für Integrationsstudien mit aktuellen Perspektiven der Migrations- und Integrationsforschung auseinander. Die Ringvorlesung richtete sich an Studierende und Mitarbeitende der TU Dresden und anderer akademischer sowie öffentlicher Einrichtungen in der Stadt und war offen für alle am Thema Interessierte.

Die Ringvorlesung „Europa im Fluss - Perspektiven auf Migration und kulturellen Wandel in Europa“ des Zentrums für Integrationsstudien (ZfI) fand in Kooperation mit dem Kunsthaus Dresden, dem Societaetstheater, der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) statt. Das Zentrum für Integrationsstudien (ZfI) wurde aus Mitteln des Zukunftskonzepts der TU Dresden unterstützt, aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder finanziert, und durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) gefördert.

1. Fachtag: Deutsch von Anfang an für Flüchtlinge fördern. DaF-Angebote für Geflüchtete im Spannungsfeld von Theorie und Praxis, Institution und Ehrenamt

Laufzeit: 26.08.2016  

Projektleitung: Dr. Anja Centeno-García (TU Dresden)

Projektmitarbeit: Rico Ehren, Ann-Kathrin Kobelt (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden)

Förderung: Zukunftskonzept der TU Dresden (Exzellenzinitiative des Bundes und   der Länder), Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

26.08.2016

Deutschunterricht für Geflüchtete ist eine besondere Herausforderung. Gerade in den ersten Aufenthaltswochen erhalten Geflüchtete Sprachlernangebote durch Ehrenamtliche, zumeist Laien, in vielfältigen Formen. Die ehrenamtlichen Praktiker*innen verfügen mittlerweile über umfangreiche Erfahrungen mit der Zielgruppe. Zudem zeigen Versuche der selbstorganisierten Professionalisierung ohne Rückbindung an fachliche Diskurse, dass teilweise überholte oder unzweckmäßige Schwerpunkte/Prinzipien dominieren (beispielsweise Grammatiklastigkeit).

Das Engagement ist somit groß, doch das spezifische Fachwissen ist sowohl auf ehrenamtlicher als auch auf professioneller Seite verstreut, unbekannt und lückenhaft, gerade auch was die Arbeit mit und von Ehrenamtlichen, die Gestaltung von Transfer und Differenzierung sowie die Spezifik der Unterrichtssituation angeht. Vor allem die Übergänge zwischen sprachlicher Erst- bzw. Laienbetreuung und institutionalisiertem DaF/DaZ-Unterricht sind oft unkoordiniert.

Der Fachtag verstand sich als Beitrag zur Systematisierung und Fundierung des Deutschunterrichts für Geflüchtete in den ersten Aufenthaltsmonaten. Dabei sollte gelebte Deutschpraxis sichtbar gemacht und mit professionellen Ansätzen, Theorie sowie Forschung in Dialog gebracht werden, um auf dieser Grundlage Strukturen, Unterrichtsprinzipien und -ansätze für die Spezifik der Zielgruppe angemessen weiterzuentwickeln.

Die Ziele waren:

  • Koordination von Fachwissen aus Theorie und Praxis
  • Professionalisierung der Schnittstellen zwischen Ehrenamt und fundiertem DaF/DaZ-Unterricht
  • gemeinsames Entwickeln von praxisnahen Lösungen
  • Aufdecken von Forschungsbedarfen

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Katharina Tietze
Letzte Änderung: 29.05.2018