Professur Teilchenphysik ― Das Higgsfeld als Stoßdämpfer bei Streu-Experimenten am CERN

Michael Kobel 3 © IKTP

Gruppenleiter, stellv Institutsdirektor, Prodekan Fakultät Physik

Name

Prof. Dr. Michael Kobel

Professur Teilchenphysik

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Institut für Kern- und Teilchenphysik

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Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der experimentellen Erforschung der Symmetrien des „Standardmodells der Teilchenphysik“, die die Wechselwirkung der Teilchen untereinander regeln .

Dazu untersuchen wir einen der seltensten aber gleichzeitig wichtigsten Prozesse am Large Hadron Collider (LHC) des CERN, die Streuung von W und Z-Teilchen aneinander.
Um dies zu beobachten, müssen zwei Quarks bei den Proton-Proton Kollisionen am LHC zufällig gleichzeitig je ein W oder Z abstrahlen, und diese müssen sich danach näher als 1/1000 eines Proton-Durchmessers kommen. Dabei spielt das Brout-Englert-Higgs-Feld eine wichtige Rolle als eine Art "Stoßdämpfer", so dass man damit auch die Eigenschaften des Higgs-Bosons untersuchen kann.

Mehr darüber auf der Seite  Forschung und in diesem ATLAS Blog (Englisch)

Monica Dunford, 2017 als Trefftz Professorin Mitglied unserer Gruppe, erklärt die Physik des Large Hadron Collider im Kinofilm "Particle Fever" © Kinoreal Filmverleih

  • Durch unsere Erforschung der Streuung von W und Z-Bosonen am ATLAS Experiment im Rahmen des BMBF Forschungsschwerpunkts FSP-103-ATLAS können wir nicht nur überprüfen, ob der Beitrag der Higgs-Teilchen die Streuung genau so dämpft wie vorhergesagt, sondern  wir vermessen auch zum ersten Mal den sog.  "Quartischen Vertex" zwischen vier Bosonen, ein völlig neues Kapitel im Standardmodell.
  • In der Wissenschaftskommunikation vermitteln wir persönlich unsere Erkenntnisse an Schulen und Öffentlichkeit und stellen die Originaldaten zur Verfügung
  • Unterstützt durch internationalen Austausch mit Kolleg/inn/en und Fortbildungen auf spezialisierten Workshops und Doktorandenschulen nutzen und entwickeln Studierende und Promovierende in ihren Abschlussarbeiten
    • Methoden zur Erkennung der Zerfallsprodukte von W- und Z-Teilchen im Detektor
      und zur Bestimmung ihrer Effizienz und Fehlerrate
    • moderne statistische Programmpakete und multivariate Analysemethoden zur Datenauswertung, wie Signifikanz-Bestimmung, Untergrundunterdrückung, Anpassungen oder Entfaltungen
    • fortgeschrittene Programmier- und Simulationstechniken

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Michael Kobel
Letzte Änderung: 18.03.2018