Homepage of Technische Universität Dresden

Personal tools
Home » ... » 2012 » Mai » Auf dem Weg zu cyber-physikalischen Systemen (CPS)
Sections

This document is not available in the language you requested. It is therefore shown in Deutsch
Translated versions are available in following languages: Deutsch

Auf dem Weg zu cyber-physikalischen Systemen (CPS)

Presseeinladung


Noch vor wenigen Jahren war es undenkbar, Maschinen mit mobilen Endgeräten, wie Mobiltelefone oder Tablet-PC’s über das Internet miteinander zu verbinden. Dies ermöglichen heute sogenannte cyber-physikalische Systeme (CPS). CPS erlauben es, Häuser, Gebäude, Autos, Verkehrsflüsse und insbesondere Fabriken automatisch und mobil zu steuern, zu regeln und zu optimieren. Bereits im Jahr 2011 trat dazu die deutsche Forschungsinitiative „Industrie 4.0“ an die Öffentlichkeit und zeigte auf, dass die Anwendung von CPS in der Industrie den Weg zu einer 4. industriellen Revolution ebnet. Was mit CPS möglich ist, zeigt derzeit das fahrerlose Auto von google. Es legte im Silicon Valley bereits 350 000 km ohne menschliche Hilfe und ohne Unfälle zurück. Dem Testpiloten ist es zudem unmöglich das Auto zu steuern, da er selbst blind ist.

Auch dem Menschen werden cyber-physikalische Systeme das Leben erleichtern. Ein anschauliches Beispiel dafür bilden menschenähnliche Roboter, sogenannte humanoide Service-Roboter, die den Menschen als persönliche Assistenten, Haushaltshilfen oder in gefährlichen Situationen als Nothelfer zur Verfügung stehen. Solche humanoiden cloud robots sind ständig mit dem Internet verbunden und erhalten so Anweisungen, die sie verrichten sollen. Dadurch sind die „Helfer“ immer verfügbar. Bereits heute erkennen und verstehen cloud robots menschliche Gesten und sind somit in der Lage komplexe Aufgaben auszuführen. Für die Wissenschaft selbst sind die cloud robots interessante Technologieplattformen für die Hardware-, Software- und Anwendungsindustrie gleichermaßen, denn für seine Service-Roboter wird sich der Mensch zukünftig „Apps for robots“ aus dem Internet herunterladen und seine Umgebung mit neuen Dienstleistungen ausstatten. Cloud robots bilden auch ein Beispiel dafür, wie CPS neue Geschäftsmodelle prägen, die unser zukünftiges Leben sowie Wissenschaft und Wirtschaft maßgeblich beeinflussen.

An der TU Dresden beschäftigen sich Studierende und Mitarbeiter/innen mit Forschungsthemen, die CPS fachübergreifend behandeln und verschiedenste Forschungsbereiche interdisziplinär miteinander verbinden. Dabei entsteht eine Vielzahl neuer Erkenntnisse, Innovationen und Anwendungen, die die TU Dresden im internationalen Raum eng mit anderen Wissenschaftseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen verbinden sowie die Universität international exzellent präsentieren.

Am 9. Mai 2012 treffen sich beim Innovationsforum open4INNOVATION2012 im Hörsaalzentrum der TU Dresden die sächsischen Forschergruppen mit wissenschaftlichem Schwerpunkt CPS und Robotik.

Achtung: Bild- und Fototermin:
Beim ersten sächsischen Robotertreffen steht die Arbeit mit humanoiden Robotern wie Chuck und Tiffany im Mittelpunkt. Im Rahmen der Veranstaltung wird ein Experiment gezeigt, bei dem Roboter der TU Dresden und der TU Wien im virtuellen Raum miteinander kommunizieren. Mit anderen Worten, mittels Liveschaltung nach Wien entsteht der erste europäische cyber-physikalische Roboterschwarm, der alle wichtigen Aspekte des künftigen Internets der Dinge verdeutlicht. Die Roboter werden sich bei der Liveschaltung gegenseitig Handlungsanweisungen geben und diese auch ausführen.

Bereits im Plenum des Innovationsforums open4INNOVATION2012 geben die Keynotes von Wolfgang Dorst (BITKOM) und Uwe Kubach (SAP AG) einen Einblick in die Wandlung von eingebetteten Systemen hin zu CPS. Eingebettete Systeme wie Mobiltelefone oder Industrieroboter haben sich in den letzten Jahren verstärkt zu Innovationstreibern entwickelt. Die heute oft schon untereinander vernetzten eingebetteten Systeme werden in Zukunft das Internet erobern und die technisch-physikalische Welt wird mit der virtuellen Welt vereinigen.

Die wissenschaftlichen Perspektiven zu dieser Thematik werden auf dem Fachforum diskutiert. Dazu präsentieren 18 Referenten spannende Fachvorträge an der Schnittstelle zwischen Soft- und Hardware und berühren Themen wie IT Service-Management, Smart Application Grids sowie Testen und Visualisierung. Zudem findet an diesem Tag auch das Gründerforum dresden | exists statt und zeigt innovative Ideen aus der IKT-Welt von noch jungen meist sächsischen Start-Ups. Weiterhin sehen Sie auf unserer Innovationsmesse aktuelle IT-Projekte aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Erfahren Sie mehr auf www.open4INNOVATION2012.de.

Einladung zum Presserundgang 9. Mai 2012

  • 9 Uhr (Gesamtveranstaltung bis ca. 17 Uhr),  Hörsaal 04, Hörsaalzentrum der TU Dresden, Bergstr. 64, 01067 Dresden
  • Begrüßung und Moderation durch Prof. Aßmann, Fakultät Informatik
  • Grußwort Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, i.A. Dr. Werner
  • Ca. 9.15 Uhr Eröffnung des Innovationsforum open4INNOVATION2012 durch den ersten europäischen cyber-physikalischen Roboterschwarm
  • Keynotes:
    BITKOM Berlin, Herr Dorst:Mit Embedded Systems und Intelligenten Netzen auf dem Weg zu Cyber-Physical Systems
    SAP AG, Herr Kubach: Cyber-Physical Systems - Standortbestimmung und Perspektiven

Nach der Eröffnung ist ein Presserundgang (10.30 – 11 Uhr) geplant, bei dem Vertreter/innen aus der Politik sowie aus Wirtschaft und Wissenschaft anwesend sind. Es werden ausgewählte Prototypen sowie Projekte der Innovationsmesse vorgestellt. Im Interesse eines reibungslosen Ablaufs werden Pressevertreter gebeten, sich bis zum 8. Mai für den Presserundgang anzumelden.

Weitere Informationen für Journalisten:
Christiane Wagner, Telefon: +49 351 463-38796,
Christiane.Wagner@tu-dresden.de


Last modified: 04.05.2012 13:23
Author: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) expired