Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen
100 Jahre nach Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der jüdischen Gemeinden begeht der Freistaat Sachsen unter Federführung des SMWK 2026 ein landesweites „Jahr der jüdischen Kultur“. Unter dem Titel „Tacheles“ beleuchten zahlreiche Veranstaltungen in ganz Sachsen die jüdische Geschichte und Kultur sowie das jüdische Leben im Freistaat aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ziel ist es, jüdisches Leben, jüdische Kultur und Geschichte als selbstverständlichen Teil der sächsischen Gesellschaft, Kulturlandschaft sowie der Lokal- und Regionalgeschichte zu sehen und zu verstehen.
Die TUD beteiligt sich mit einigen Formaten am "Jahr der jüdischen Kultur". Die Angebote werden laufend aktualisiert.
Jüdisches Leben kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und Antisemitismus entgegentreten: Die Jüdische Allianz Mitteldeutschland und TACHELES laden zu den Jüdischen Campuswochen ein. Den Auftakt bilden am 30. Oktober der Workshop „Sächsisch-jüdisches Allyship im 18. Jahrhundert“ und anschließend ein offener Kabbalat Schabbat. Weitere Workshops, Filmabende und eine Lesung eröffnen historische und gegenwärtige Perspektiven auf jüdisches Leben und Antisemitimus. Eingeladen sind jüdische und nicht-jüdische Interessierte.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf dem Instagram-Kanal der Jüdischen Allianz Mitteldeutschland.
Lessing setzte sich gegen antijüdische Vorurteile und für jüdische Emanzipation ein. Doch wie widersprüchlich war seine Unterstützung? Im Workshop mit Joel Ben-Yehoshua beschäftigen wir uns mit Lessings Freundschaft zu Moses Mendelssohn und seinen Werken „Die Juden“ und „Nathan der Weise“. Gemeinsam fragen wir: Wann hilft Solidarität, wann schreibt sie Klischees fort – und was haben diese Kontroversen mit unserer Gegenwart zu tun? Eine Veranstaltung im Rahmen der jüdischen Campuswochen Dresden.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung erhalten Sie hier.
Gemeinsam den Schabbat begrüßen und jüdisches Leben kennenlernen: Der offene Kabbalat Schabbat bietet einen Zugang zu Ritualen und zur Bedeutung des wöchentlichen jüdischen Ruhe- und Feiertags. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Eingeladen sind jüdische und nichtjüdische Interessierte. Im Anschluss gibt es Snacks, Getränke und Gelegenheit zum Austausch. Eine Veranstaltung der Jüdischen Campuswochen Dresden.
Nähere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es hier.
Viele Deutungsversuche reduzieren Antisemitismus auf einzelne Aspekte. In „Antisemitismus definieren“ setzen sich Nikolas Lelle und Tom Uhlig mit solchen verkürzenden Deutungen auseinander. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität und arbeiten heraus, was einen Antisemitismusbegriff auszeichnet, der seinem Gegenstand gerecht wird. Ein Veranstaltungshinweis im Programm der Jüdischen Campuswochen Dresden.
- Veranstaltungsort: kosmotique, Martin-Luther-Straße 13, 01099 Dresden
Wie lassen sich die Vielfalt jüdischen Lebens und antisemitismuskritische Perspektiven in der Hochschullehre vermitteln? Der zweitägige Workshop des Begleitstudiums „Jüdischer Alltag in Deutschland“ verbindet Erfahrungen aus der Praxis mit wissenschaftlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen Herausforderungen der Vermittlung, Repräsentationsformen des Antisemitismus und Ansätze für Bildungs- und Präventionsarbeit. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Vernetzung und die Weiterentwicklung des Begleitstudiums.
Hier geht es zum Programm. Anmeldung per Mail erforderlich.
Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai, Professorin für Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung am IRex der Universität Tübingen, spricht zum Thema „Institutioneller Antisemitismus“. Der öffentliche Abendvortrag findet im Rahmen des Workshops „Jüdisches Leben in Deutschland“ des Begleitstudiums „Jüdischer Alltag in Deutschland“ statt. Im Anschluss wird zu einem Buffet eingeladen.
Der Veranstaltungsort wird nach Anmeldung (per Mail) bekannt gegeben.
Der Dokumentarfilm „Zwischen Hörsaal und Hetze – Akademischer Antisemitismus nach dem 7. Oktober“ richtet den Blick auf Entwicklungen an deutschen Hochschulen. Anschließend folgt ein Gespräch mit Engagierten von Tacheles Berlin, der Antisemitismusbeauftragten der TU Dresden sowie Beteiligten des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA). Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Campuswochen Dresden.
- Veranstaltungsort: TU Dresden, August-Bebel-Straße 20, Raum E08
Der Einstiegsworkshop des NDC in Sachsen vermittelt Grundlagen zu historischen Kontinuitäten und heutigen Erscheinungsformen des Antisemitismus. Die Teilnehmenden lernen, antisemitische Denkweisen und Weltbilder zu erkennen, und erproben Möglichkeiten, auf antisemitische Äußerungen zu reagieren, zu argumentieren und zu handeln. Eine Veranstaltung der Jüdischen Campuswochen Dresden.
Nähere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es hier.
Veranstaltungshighlights im Raum Dresden sind auf der Webseite der Landeshauptstadt Dresden zusammengestellt. Alle Veranstaltungen des Themenjahrs in ganz Sachsen sind zudem auf der Tacheles-Webseite verzeichnet.
Zum Hintergrund:
Dem "Jahr der jüdischen Kultur" liegt ein breiter Kulturbegriff zugrunde, der neben Kunst und Kultur in engerem Sinne auch Geschichte und Erinnerungskultur, den Bereich der kulturellen, historischen, schulischen Bildung sowie Begegnungsangebote umfasst.
Es soll einerseits eine umfassende und zugleich kritische Bestandsaufnahme des Umgangs mit dem kulturellen und historischen jüdischen Erbe Sachsens und seiner Erforschung ermöglichen und bereits Vorhandenem eine größere Sichtbarkeit verleihen, andererseits aber auch neue Perspektiven, Repräsentationsformen und Vermittlungsangebote einbeziehen. Das Themenjahr präsentiert die vielfältige jüdische Geschichte und Kultur Sachsens, zeigt aber ebenso Leerstellen und unwiederbringliche Verluste auf. Es möchte den Dialog zwischen der jüdischen Gemeinschaft und der Mehrheitsgesellschaft Sachsens öffnen, fördern und verstetigen und dabei zugleich das Wissen über und das Verständnis für jüdisches Leben, jüdische Kultur, Tradition und Religion vergrößern.
Weitere Informationen zum "Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen" sowie Angebote und Veranstaltungen in ganz Sachsen finden Sie außerdem direkt auf der Projekt-Webseite "Tacheles".
© TUD
Projekt- und Kommunikations-koordinatorin Uni und Gesellschaft
NameElisabeth Juschten
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Dezernat 9 – Universitätskultur
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Technische Universität Dresden Dezernat 9
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